
hystera prótera
Zwischen Hysterie und Norm-alität
„Sie wollen die Welt immer wieder mit neuen Augen sehen? Neue
Gesichter entdecken?
Dann sind Mut zur Veränderung, Lust auf eine neue Identität
und Freude am Mitmachen
das Rezept für Ihren Erfolg!“
Schön geschminkt, glatt rasiert und gut geBOTOXt geht's los in
Richtung Identitätsverlust.
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In meiner Performance nähere ich mich der Hysterie, die noch immer
betrieben wird um Körperästhetik, Schönheit und dem mit
diesen Normen einhergehenden (Mangel an) Selbstbewußtsein bzw.
Selbstverständnis. Umgesetzt wird dies in einer Tanz-Choreographie
inspiriert durch Bewegungsstudien zu sog. „hysterischen Attacken“
(einer „hysterischen Ikonographie“) aus der Zeit Ende 18.Jh./Anfang
19.Jh..
Es folgt das Fokussieren meiner eigenen, individuellen Körperlichkeit.
- Entspreche ich dem gängigen Schönheitsideal?
- Will ich dem gängigen Schönheitsideal überhaupt entsprechen?
- Wie individuell bin ich wirklich?
- Kann und will ich meinem eigenen Narzismus gerecht werden?
- Woher kommt meine Eitelkeit?
- Wie weit würde ich gehen, um „schön“ zu sein?
Zunächst beuge ich mich der Norm. Aber will ich das wirklich?
Verwirrt durch Gesprächsfetzen aus dem Off/meiner Umwelt und mein
Mich-selbst-hinterfragen, beginne ich ver-rückt zu werden.
Diese Performance setzt sich kritisch mit der "Hysterie" um
Körperästhetik, Schönheit und Individualität auseinander.
Mitwirkende: Jillian B. Suffner (Idee, Konzeption, Performance) –
Alexandra Säidow (Regie, Technik, Entwicklung) - Jose-Antonio Roque-Toimil
(Choreographie).
Erstaufführung: HAU, Berlin. Feb. 2006
