Archiv - Hysterie&Neurose

In ihrer zweiten Show seit der Eröffnung präsentiert die Galerie 'Art-Claims-Impulse’ fünf Werke, die sich einer Reihe von Themen widmen, die einerseits universellen Charakter haben, andererseits aber auch stark den Zeitgeist reflektieren. Ein Element, das sie alle verbindet, ist die kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Manifestationen menschlichen Lebens als Reaktion auf das heutige Lebensumfeld – mit Hysterien und Neurosen unserer Zeit.

-Lucy A. Roberts’ Arbeit setzt sich mit der Entfremdung des menschlichen Wesens von seiner 'instinktiven’ Natur auseinander, die ihrer Meinung nach eine Folge der in den letzten Jahrzehnten sich wandelnden menschlichen Lebensweise ist. Sie erschuf den Begriff ‚Humanagenosis’, der für einen Zustand des zeitgenössischen Menschen steht. Entstanden ist eine ausdrucksstarke und mitreißende Performance, die ursprünglich in Sydney und Melbourne stattfand, und deren Aufzeichnung in der Galerie zu sehen sein wir.
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-Four Factorial Group’s Arbeit, repräsentiert während der Ausstellung von Jakub Jasiukiewicz, versucht auch den Blick auf das Ursprüngliche, das Natürliche zu richten. Seine Arbeit widmet sich dem Thema Zeit, präziser: der Vermessung der Zeit. Als Kontrast zu den Hysterien und Neurosen, die eine immer schneller gefühlte Zeit hervorrufen, stellt er eine neue Definition von Zeit und Lebensrhythmus auf. Entstanden sind zwei hochinteressante, aufwändige multimediale Verarbeitungen des Themas.
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-Pierre Wolter’s Arbeit beschäftigt sich mit der Neurose 'Deutsche Identität’ auf beeindruckende Weise. Symbole, wie die deutsche Hymne, werden aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, thematisiert, und interpretiert. Das 'ewige’ und gleichzeitig 'brandaktuelle’ Thema (erinnert sei hier an die Hysterie während der Weltmeisterschaft 2006) findet seinen Ausdruck in einer leidenschaftlichen und unkonventionellen Videoperformance und -Installation, die neue Fragen aufwirft und zur (Selbst)Reflektion einlädt.
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-Jill B. Suffner’s Arbeit widmet sich der Hysterie um Körperästhetik und Schönheit, sowie dem mit diesen Normen einhergehenden (Mangel an) Selbstbewusstsein bzw. Selbstverständnis. Umgesetzt wird dies in einer Tanz-Choreographie, inspiriert durch Bewegungsstudien zu sogenannten „hysterischen Attacken“ aus der Zeit Ende 18.Jh./Anfang 19.Jh. Das Ergebnis ist eine virtuose, ausdrucksstarke und vielschichtige Performance.
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